Ziele fürs Leben setzen ~ Dein Weg zum Glück mit 5 Fragen

Published by Gero Gode on

Seitdem ich 16 Jahre alt bin, frage ich mich nach dem Sinn des Lebens und meine Antwort ändert sich ständig.

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Seit über 15 Jahren setze ich mich mehrfach im Jahr alleine, mit Freundin oder mit Freunden zusammen, um Ziele zu formulieren.

Dabei nehme ich mir so viel Zeit, dass es erlaubt ist, jeden Zentimeter zu hinterfragen. Ich nehme keine erste Intuition als gegeben hin. Alles muss begründet sein.

Interessant ist, dass jede Sitzung mit monetären Zielen startet, um am Ende festzustellen, dass man sich mit Geld Ziele erfüllt, die nicht nur mit viel Geld zu erfüllen sind. Muss ich wirklich Millionär werden, um meine Zeit mit erfolgreichen Menschen zu verbringen?

Die 5 Warums

Wie kann ich hinterfragen, ob meine Ziele wirklich gute Ziele für mich sind? Wann kann ich mir sicher sein, dass ich nicht blind ein Ergebnis ansteuere, um am Ende festzustellen, dass mich dieses Ergebnis gar nicht glücklich macht?

Ich hinterfrage alles bis ins kleinste Detail.

Sollte mein formuliertes Ziel sein: 3x im Jahr über eine Woche in den Urlaub fahren, dann hinterfrage ich:

  • Warum möchte ich 3x in den Urlaub fahren? Weil ich dadurch Abstand gewinne und Ruhe finde, ein Buch zu lesen.
  • Warum muss ich für Abstand und Ruhe im Urlaub sein? Weil ich im täglichen Umfeld zu sehr den konkreten Zielen meiner Arbeit hinterherrenne.
  • Warum renne ich nur und nehme mir nicht meine Lese-Auszeiten auch innerhalb der Woche? Weil meine Mitmenschen das Gefühl haben könnten, dass ich nichts für das Unternehmen tue.
  • Wer denkt so? Meine Mitgründer und Kollegen.
  • Denken sie wirklich, dass es nicht gut wäre im Alltag zu lesen, um Fähigkeiten zu verbessern? Wahrscheinlich würden sie es verstehen.

Das Resultat ist erleichternd. Ich muss gar nicht in den Urlaub fahren, um Ruhe zu finden. Ich kann sie mir einfach nehmen. Es folgt eine wichtige Aufgabe: Sprich mit den Menschen, die Deine Einschränkung »verursachen« über das Thema!

Ein Gespräch mit den Mitgründern führt schließlich zur Erkenntnis, dass sie es sogar begrüßen, dass man sich Experten (auch in Form von Büchern) zur Seite holt, um bessere Arbeit zu leisten.

Urlaub als Ziel muss dadurch nicht gestrichen werden. Es stellt sich also die Frage: Gibt es noch weitere Gründe, warum ich in den Urlaub fahren möchte?

Und es stellt sich heraus: Im Urlaub treffe ich auf neue Situationen, andere Umfelder und lerne unterschiedliche Menschen kennen, als in meinem normalen Umfeld.

Außerdem gibt der regelmäßige Blick in die Ferne dem Gehirn Ruhe! Und die Fragerunde beginnt von neuem: Kann ich den Blick in die Ferne und Ruhe auch mit einem Wochenendausflug in die Berge erreichen? Usw.

Wir könnten das Rad noch ewig weiter spinnen. Zum Ende einer solchen Session ergibt sich für mich immer das gleiche Bild. All die Dinge, für die ich Geld ausgeben würde, sind nicht die Dinge, die ich wirklich machen möchte. Sie sind nur die konfliktfreie Lösung meiner Ideen.

Man muss sich selbst und anderen nicht viel erklären, warum man in den Urlaub fährt. Wir wählen zu oft diesen einfachen, widerstandslosen Weg. Ein paar Stunden an einem ruhigen See sind vielleicht ähnlich viel Wert! Wir müssen nur beginnen endlos zu hinterfragen und aufhören uns selbst zu belügen, indem wir nach zwei Fragen aufhören, tiefer zu graben.

Wer seine »beeinflussenden Mitmenschen« über seinen Weg informiert, hat die Ruhe und Stärke, seinen richtigen Weg zu gehen.

Geld als Ziel

Ziele, die an Einkommen oder Vermögen gebunden sind ändern sich über die Zeit. Mit jedem zusätzlichen Einkommen oder investierten Vermögen (was ich mit Einkommen gleich setze) ändern sich Gewohnheiten und Ziele.

Der Drang immer effizienter zu arbeiten, um mehr Geld zu erwirtschaften, kann schnell zu einer Spirale negativer Emotionen führen.

Ich halte es daher immer für sinnvoll alle Geldziele zu hinterfragen, bis der wahre Kern dahinter gefunden ist. Schließlich stelle ich mir die Frage, über welche alternativen Routen dieser Kern zu erreichen ist und was mich davon abhält.

Auch wenn es vielleicht zuerst im Widerspruch steht, würde ich nicht davon ablassen, Geld als Ziel zu sehen.

Ich betrachte Geld als spielerische Einheit des Lebens und des Wirtschaftens. Geld ist eine mögliche Maßzahl der eigenen Leistung, der Stärke meines Netzwerks und meiner Innovationskraft.

Mich mit anregenden Menschen zu umgeben und der Fortschritt zu schaffen sind zwei meiner eigentlichen Ziele. Die monetäre Entwicklung folgt automatisch darauf und ist ein Zeichen, dass Menschen mit mir arbeiten wollen. Geld ist damit ein Zeichen von Vertrauen in mich und mein Unternehmen.

Ziele, die jedem Menschen helfen

Auch wenn ich mich mit anderen, jungen Unternehmern unterhalte, stelle ich die gleiche Fokussierung der Ziele fest:

  • Netzwerk mit guten Menschen
  • Persönliches Wachstum
  • Innovationskraft

Diese drei Elemente stecken in der DNA des Menschen. Ähnliche Ziele verfolgen gleichermaßen erfolgreiche Unternehmer und bettelarme buddhistische Mönche.

Wer an seiner persönlichen Einstellung zum Leben und zur Welt, an seinen Kontakten mit guten Freunden und am Fortschritt seiner Umwelt arbeitet, wird glücklich.

Wir schaffen uns ein soziales Netz, auf das wir zählen können und basieren darauf unsere eigene Entwicklung, um schließlich erfolgreich zu sein.

Ich hatte buddhistische Mönche angesprochen. Ich bin zum Beispiel Fan von Ajahn Brahm (Mönch der Buddhist Society of Western Australia). Brahm erklärt in seinen Sitzungen, wie er durch seinen Alltag tausenden von Menschen hilft. Er besitzt nahezu nichts und ist glücklich und sicher. Wenn er krank wird, helfen ihnen andere Menschen, denen er geholfen hat. Wenn er hunger hat, bekommt er essen von Menschen, die er mit einem ruhigen Geist gefüttert hat.

Ajahn Brahm über Erfolg ohne Stress

Gleiches gilt für erfolgreiche Unternehmer. Ich hatte einmal die Freude Morten Lund kennenzulernen. Er wurde als einer der Investoren von Skype zum Multimillionär und verlor sein gesamtes Geld, indem er versuchte eine kostenlose dänische Tageszeitung zu etablieren. Er verschuldete sich sogar heftig. Andere Menschen würde dieses Scheitern für immer leiden lassen.

Morten Lund: Er fällt und steht wieder auf

Doch Morten hat so viele einflussreiche und vermögende Freunde, die an sein Talent glaubten, dass sie auch in dieser schwierigen Zeit finanziell unterstützten. Einige Jahre später kam er wieder auf die Beine, um mit Tradeshift ein Flaggschiff der Business Commerce-Software aufzubauen. Er hat es aus seiner Krise geschafft… durch die guten Menschen, die er kannte.

Ich treffe mich nur noch mit Menschen, die ich mag

Das ständige Hinterfragen meiner Ziele und Gespräche mit glücklichen, erfolgreichen Menschen hat mich selbst dazu bewegt, mich nur noch mit Menschen zu treffen, die ich mag.

Ich verweigere dauerhaften Kontakt mit Menschen, die negativ oder destruktiv denken. Stattdessen umgebe ich mich mit einem Netzwerk an intelligenten, interessanten und interessierten Menschen.

Mein Freundeskreis ist gleichzeitig mein Business-Netzwerk. Der Schritt zu dieser Entscheidung war nicht leicht. Er bedeutete vor einiger Zeit, dass viel Geschäft von mir gewichen ist. Ursprünglich war ich bereit mit jedem zusammenzuarbeiten.

Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass echte Partnerschaften mit gegenseitigem Interesse an Wachstum mehr wert sind. Sie halten langfristig und wachsen mit jedem Vertrauensjahr an Bedeutung. Außerdem sie die Basis für ein glückliches Arbeiten.

Mein persönliches Interesse am Wachstum meiner Freunde sorgt wie ein magischer Zauber auch für mein eigenes Wachstum.

Gleichzeitig nehme ich mir Zeit, um zu lesen und zu lernen. Dieses Duett gepaart mit dem Ziel, Träume zu verwirklichen und Fortschritt in Feldern zu leisten, den andere für unmöglich hielten, macht mir Freude und beschafft tägliche Glücksmomente.

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Gero Gode

Money Coach Gero Gode gründete über 10 Unternehmen in 10 Jahren und betreibt einen Family & Friends-Fonds mit 30 Mio. Euro Volumen. Seine Lehren und Erfahrungen aus über 10 Jahren intensiven Forschungen hat er im Spiel-des-Geldes-Programm (SDG) zusammengeführt.

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