Der Unterschied zwischen Amateuren und Profis

Ich will Dir heute wehtun. Und mir selbst auch. Lass uns gemeinsam die Augen öffnen!

Es ist 22 Uhr. Mein Blogbeitrag für den nächsten Tag ist geschrieben und ich schreibe noch einen.

Denn ein Gedanke lässt mich nicht los. Warum sind ein paar Menschen so erfolgreich und viele andere nicht?

Ich zähle mich selbst zu den erfolgreichen Menschen, doch als ich beginne meine Notizen zu machen, stelle ich fest, in wie vielen Aspekten ich noch Amateur bin.

Der Unterschied liegt in vielen Kriterien zur Einstellung. Darum schreibe ich heute noch den Artikel, den Du jetzt lesen kannst. Ich will 100 % die Einstellung eines Profis haben. Darum zähle ich die wesentlichen Unterschiede auf, die ich entdecken kann.

Amateure hören auf – Profis machen immer weiter

In vielen Bereichen zeichnen sich Amateure als Aufgeber aus. Viele Wege sind lang und steinig. Wer sich für diesen Weg entscheidet, braucht Durchhaltevermögen. Profis wissen das und haben immer ihr Ziel im Auge.

Doch nicht nur die schwierigen Wege sind relevant. Amateure hören auch bei Erfolgen auf zu arbeiten. Ein Vertriebsmitarbeiter, der einen großen Kunden an Land zieht, hat zwei Möglichkeiten:

  • Er freut sich und feiert seinen Erfolg erstmal richtig.
  • Er freut sich und nutzt sein Momentum, um gleich noch mehr Anrufe zu machen.

Den Profi erkennst Du selbst. Er gibt weiter Gas. Doch die erste Variante ist die übliche.

Gleichzeitig gibt der Amateur beim ersten Windstoß gegen ihn auf. Er hört eine Kritik oder verkauft nicht so viel, wie er sich vorgenommen hat und lässt das Projekt als gescheitert liegen.

Der Profi schnappt sich diese Chance und überlegt, an welcher Stelle der Fehler aufgetreten ist, misst Unregelmäßigkeiten und optimiert den Prozess. Langfristig ist das Durchhaltevermögen von Erfolg gekrönt.

Profis kennen ihre Kompetenzen

Während Anfänger versuchen alles zu können, ist dem Profi klar, dass er sich auf seine Stärken konzentrieren sollte. Er verschafft sich zu allem einen Überblick, aber widmet seine meiste Zeit den Fähigkeiten, die er am besten kann.

Das witzige dabei: Amateure glauben auch noch, dass sie wirklich gut in der Vielzahl der Tätigkeiten sind, die sie durchführen. Sie fühlen sich kompetent und schaffen eigentlich nur eine mittlere Wirkungskraft.

Der Profi weiß genau, was seine Schwächen sind und sorgt dafür, dass jemand Kompetentes diesen Teil abdecken kann oder Unterstützung bieten kann.

Gleichzeitig wissen Amateure auch nicht, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um ihre Erfolgswahrscheinlichkeiten zu erhöhen. Da der Profi den Überblick behält, kann er den nächsten Erfolgsschritt genau steuern.

Und das trainieren Profis auch. Sie lernen, um in ihren Bereichen besser zu werden und um schließlich die Konkurrenz zu überholen. Amateure sehen Training als Spaß an und nutzen die Zeit zur Erholung.

Dabei gehen sie auch nicht in den Schmerzbereich, denn nur Profis wissen, dass die schweren Dinge zu lösen, den größten Erfolgssprung geben.

Wenn ein Training gestartet wird, dann trainieren Profis einen Bereich, in dem sie schon gut sind. Amateure verzichten auf die Führung in diesem Segment und konzentrieren sich eher darauf, schwächen auszugleichen.

Denn sie wollen nicht schlecht dastehen. Was andere von ihnen denken ist ihnen wichtiger, als das was sie selbst glauben erreichen zu können.

Profis arbeiten konsistent an ihrer Zukunft – Amateure denken kurzfristiger

Amateure schaffen es immer wieder für großes Aufsehen zu sorgen. Sie erstellen mediale Feuerwerke, führen geniale Events durch und bauen sich eine fantastische Website. Doch Profis gehen den gleichen Weg langfristiger.

Sie überlegen sich, für was sie wirklich stehen wollen und kommunizieren dies konsistent. Sie fackeln nie ihr ganzes Feuerwerk auf einmal ab, sondern sorgen für ständige Aufmerksamkeit.

Sie fokussieren sich auf das Langfristige, nicht auf das Kurzfristige.

Darum möchten Amateure auch immer richtig liegen. Sie möchten recht haben! Profis ist das egal. Sie möchten sich weiterentwickeln und geben in diesem Prozess auch Fehler zu.

Damit wirkt die Entwicklung auch oft langsamer. Doch auch wenn Amateure schneller rennen können, sind sie nach ein paar Kilometern schlapp und müssen aufgeben. Der Profi läuft gerne auch einen Ultramarathon.

Doch wenn mal ein Sprint in die Hose geht, können Amateure immer noch jemand anderen dafür beschuldigen, während der Profi die Verantwortung auf sich nimmt, Fehler zugibt und damit Stärke zeigt. Er ist bereit aus seinen Fehlern zu lernen.

Amateure denken anders als Profis

Wenn ein Amateur eine Idee hat, dann setzt er sie um. Sie macht einen guten Eindruck und es kann ja nicht schaden, eine gute Idee umzusetzen.

Der Profi geht nie mit der ersten Idee in Aktion. Er überlegt, was sein Ziel ist und welche anderen Ideen auch dahin führen könnten. Dann erst wählt er, welche Variante am meisten Erfolg verspricht und setzt sie um.

Damit ermöglicht er auch eine Validierung seiner Maßnahmen. Er fragt sich, wie man eine Idee oder einen Prozess messen kann. Was sind Erfolgsfaktoren und erreiche ich sie? Der Amateur verzichtet auf diese Messungen lieber.

Wenn der Amateur mal Zahlen nennt, dann sind es absolute Werte. Der Profi rechnet in Wahrscheinlichkeiten. Keine Prognose kann zu 100 % zutreffen. Diesen Faktor diskontiert der Profi gerne.

Darum fällt es Amateuren auch leicht, die gewünschte Zukunft mit der Realität zu verwechseln. Profis können Ziele klar vom Status Quo unterscheiden und neigen daher nicht zu Übertreibungen.

Diese Abweichung kann bei Amateuren schnell zu Streitigkeiten führen. Denn unterschiedliche Meinungen werden gerne als Gefahr gesehen, während sich der Profi über diese neue Ansicht freut.

Es ist an der Zeit Profi zu werden

Es fühlt sich gerade schon doof an, in manchen Punkten auf der Seite des Amateurs zu stehen. Es wird mit durch diesen Beitrag deutlich, dass ich und wahrscheinlich auch Du noch an einigen Stellen arbeiten müssen.

Das Schöne daran: Es handelt sich nur um Einstellungen, die wir relativ leicht beeinflussen können, indem wir uns täglich daran erinnern.

Schreibe Dir die größten Baustellen auf und formuliere sie positiv. Ich selbst stelle sie mir dann immer in verschiedene Bilderrahmen auf meinen Schreibtisch oder auf den Nachttisch. Damit erinnere ich mich an das, was ich eigentlich erreichen wollte.

Ich bin gespannt auf Deine Kommentare, wie weit Du auf dem Weg zum Profi bist.

Veröffentlicht von

Gero Gode

Gero Gode gründete über 10 Unternehmen in 10 Jahren und betreibt einen Family & Friends-Fonds mit ca. 100 Mio. Euro Volumen. Seine Lehren und Erfahrungen aus über 10 Jahren in intensiven Projekten und das Wissen aus seinem Netzwerk fasst er hier für Dich zusammen.

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