Angst vorm Gründen und vorm Scheitern ~ So besiegst Du die Ungewissheit

Angst ist eine unbewusst antrainierte Eigenschaft, die sich durch Anerkennung der Angst und viele kleine Schritte des Lernens in Energie umwandeln lassen.

+++

Jeder Mensch hat Ängste. Verschiedene Situationen im Leben verlangen sogar, dass diese besondere chemische Reaktion in unserem Hirn ausgelöst wird.

Wer in einer Gefahrensituation keine Angst hat, verpasst das Signal der Flucht oder der Verteidigung.

Angst ist ein Schutzmechanismus, der uns Menschen gegeben ist, um in Notfällen eine höhere Überlebenschance zu haben.

Doch sie trickst uns auch schnell aus. Heutzutage ist kaum eine Situation in unserem Leben ist so gefährlich, dass wir körperlichen Schaden nehmen. Warum haben wir trotzdem so viele Ängste?

Deine individuelle Angstgeschichte beginnt schon kurz nach der Geburt. Du liegst als Säugling in den Armen deiner Eltern und baust eine enge Bindung auf.

Diese Bindung ist wichtig, denn die kommenden Jahre wirst Du abhängig sein. So abhängig, dass Du nahezu alles tun wirst, um die Gunst Deiner Eltern nicht zu verlieren.

Früher bei den Höhlenbewohnern bedeutete Fehlverhalten, vom Stamm Verstößen zu werden. Mit der Folge, wilden Tieren als Futter zu dienen.

Unser Gehirn hat sich seit der Zeit der Höhlenmenschen in diesem Aspekt nicht geändert. Wir sind immer noch darauf fokussiert, alles dafür zu tun, um im jungen Jahren zu gefallen und versorgt zu werden.

Das gute Brain nutzt Erfahrungen der Vergangenheit.

Aus dieser Abhängigkeit entstehen die ersten Ängste. Denn unser liebes Hirn und unterstützend oft auch unsere Eltern sagen uns:

Wenn Du Dich so verhältst, wie die Gesellschaft es erwartet, wird es Dir gut gehen.

Wir haben darum Angst etwas Besonderes zu sein. Wir wollen nicht aus dem Muster ausbrechen.

Wer die Möglichkeit des Scheiterns sieht, sieht auch die Gefahr gesellschaftlich verurteilt zu werden.

Dies ist die typischste Angst, die Gründertum und persönliche Entwicklung unterdrücken.

Wir trauen uns zu selten, Risiken einzugehen.

Obwohl große Chancen vor uns liegen, lassen wir sie einfach liegen, um mit den Jones mithalten zu können.

Uns ist nicht selten wichtiger, was dir Nachbarn von uns denken, als was wir von uns selbst denken.

Nochmal. Mach dir darüber keine Sorgen. Es ist Teil Deiner DNA, wenn Du auch ab und zu so denkst.

Doch wie kannst Du diesem Dilemma entkommen? Eigentlich fühlst Du Dich bereit zu gründen, aber Du kannst einfach nicht.

Meine Prägung in ein Standard-Leben war auch gegeben. Gerne hätte mich meine Mutter als Ingenieur gesehen. Sie bezog sich bei diesem Gedanken auf meine kreative Ader im Umgang mit Lego.

Ich glaube das Lego war nur eine Ausrede, um mir einen Grund zu geben von meiner Experimentierfreude anzukommen. Schon mit 16 Jahren wusste ich, dass ich selbstständig sein würde und ich sah meiner Mutter stets die Angst in diesem Zusammenhang an. Was würde sie ihren Freundinnen sagen?

Ich sollte lieber einen Job machen, der sicher ist, als einen Job, der mir Spaß bereiten würde. Sicherheit bedeutete schließlich Freiheit.

Wenn bei uns vor 15 Jahren jemand sagte, er sei selbstständig, bedeutete dies nichts anderes, als dass er quasi arbeitslos sei.

Ich bin dieser Angst, die sich auch auf mich übertrug, mit dem Bewusstsein über das mögliche Worst-Case-Szenario entgegengetreten.

Ich wusste als junger Student, dass ich nicht viel zu verlieren hatte. Ich nahm ein Studentenkredit auf, um meine erste Firma zu gründen. Es war klar: Wenn ich scheitere, stehe ich einfach nur in der gleichen Situation, wie meine Kommilitonen.

Und ich scheiterte. Ein satter Schuldenberg von 10.000 Euro lastete auf mir. Doch ich gründete wieder. Dieses Mal ohne Startkapital. Das erste Scheitern lehrte mir, dass große Investments nicht sein müssten. Ich müsste nur verkaufen lernen, um Umsätze zu generieren, die Wachstum erlauben würden.

Es funktionierte. Geduldig überlebte ich das erste Geschäftsjahr ohne Gewinn. Im zweiten Jahr erreichte ich einen ersten sechssteligen Umsatz mit sattem Profit.

Unterm Strich war gründen gar nicht schmerzhaft. Jede Angst war um sonst. Hätte ich mir das schlimmste, mögliche Szenario (das gar nicht so schlimm war) nicht vor Augen gehalten, hätte ich die Entscheidung nie getroffen.

Male Dir selbst in farbenfrohen Bildern aus, was passieren würde, wenn Dein Projekt scheitern würde. Damit förderst Du nicht das Gesetzt der Anziehungskraft ins negative, sondern schaffst ein klareres Risikobild.

Zu 99% kommst Du schließlich auf die Lösung, dass ein Verlust nicht schlimm wäre. Probiere Dich an einer Idee, die wenig finanzielles Investment bedarf. Betreibe Dein neues Startup nebenberuflich.

Manche Ängste wirst Du nur los, indem Du startest. Darum solltest Du mit einem einfachen Projekt starten.

Zahlreich habe ich bereits den Vorschlag gemacht, nicht mit einem konkreten Projekt zu beginnen, sondern mit Netzwerkarbeit. Je mehr potenzielle Kunden Du kennst, desto erfolgreicher wird Dein Geschäftsstart laufen.

Es ist nicht nur wenig schlimm zu scheitern, sondern auch normal. Für viele der erfolgreichsten Menschen sah der Start alles andere als vielversprechend aus.

  • Michael Jorden wurde nicht einmal in seiner High School Mannschaft aufgenommen. Trotzdem schaffte er es zum bekanntesten Basketballspieler überhaupt.
  • Einer der reichsten Männer der Welt wurde von seiner Wunschuniversität abgelehnt. Trotzdem ist Warren Buffett mehr als erfolgreich.

Angst hatten sie alle nicht. Sie scheiterten, doch sie sahen dies als Ansporn. Misserfolge können als Schande oder als Anreiz gesehen werden. Die Entscheidung triffst Du selbst.

Angst entsteht nur aus der negativen Vorstellung über die Zukunft. Wer ein unbändigbares positives Bild von sich und seinen Möglichkeiten entwickelt verliert auch seine Ängste.

Du musst einfach nur wissen, dass ein Mensch, der täglich lernt, irgendwann an der Spitze sein wird. Niemand kann sich in den Weg des persönlichen Wachstums stellen. Wissen ist eben doch Macht.

Die Idee der inkrementellen Verbesserung ist überragend. Sie verhindert jede Angst vor Schwächen oder momentanen Schwierigkeiten. Schließlich lässt sich alles durch kleine Schritte aneignen.

Dieser Gedanke nimmt den meisten Menschen die Angst vorm scheitern. Und denke immer daran. Für die meisten Ängste kannst Du selbst nichts. Sie wurden Dir unbewusst antrainiert. Wir können ohne Selbstvorwürfe starten und zu ändern! Am besten jetzt gleich 😉

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Veröffentlicht von

Gero Gode

Hallo, ich bin Gero. Ich möchte meine Erfahrungen aus meinem Leben mit allen Facetten aus über 10 Start-Ups mit Dir teilen. Mit einem täglichen Blogbeitrag gebe ich mein Wissen zu Erfolg und Glück bei der Arbeit an Dich weiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.